KIEL. Gute Nachrichten für Schleswig-Holsteins Familien: Vom 1. August an ist das letzte Kita-Jahr vor der Einschulung für sie beitragsfrei. „Bildung fängt bereits im Kindergarten an“, sagte Bildungsstaatssekretär Jost de Jager heute (30. Juli) in Kiel. „Deshalb gibt es inzwischen auch einen klar formulierten Bildungsauftrag für die Kindertageseinrichtungen. Sie sollen gerade im letzten Jahr auf die Schule vorbereiten und Sprachdefizite ausgleichen. Und daher ist es nur folgerichtig, dass hier die Familien entlastet und keine Teilnahmebeiträge oder Gebühren mehr erhoben werden.“ Die Beitragsfreiheit gilt für eine Betreuung von bis zu fünf Stunden. Wird ein Kind vorzeitig in die Grundschule aufgenommen, erhalten Eltern bereits entrichtete Beiträge zurück.
Text: Sven Runde
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Kosten für Soziale Arbeit sind Investitionen, volkswirtschaftliche Betrachtungen bestätigen diese Darstellung. Insbesondere Investitionen in frühkindliche Bildungs- und Erziehungsangebote rechnen sich langfristig und erweisen sich als nachhaltig wirkend.
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Kita Streik: Niedrige Gehälter, Gesundheitsrisiken und gestiegene Anforderungen treiben die Mitarbeiterinnen weiter auf die Straße
Die Erzieherinnen der städtischen Kita Kapitelwiese in Essen wünschen sich vor allem eines: mehr Mitarbeiterinnen und mehr Zeit für die 100 Kinder, die sie betreuen. Die Personalsituation wird brenzlig, wenn Kolleginnen krank, im Urlaub oder auf Fortbildung sind.
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Rheinischer Merkur online
Seit Wochen kämpfen deutsche Erzieher/innen für bessere Arbeitsbedingungen in Kindergärten und Kitas. Wie erschütternd schlecht diese sind, zeigt der Vergleich mit Finnland. Ein Zwiegespräch unter Kolleginnen.
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Stern online
Im Jahr 2007 hat das
Deutsche Jugendinstitut (DJI)
eine bundesweite Befragung bei Kindertagesstätten durchgeführt, 1.805 Fragenbögen konnten ausgewertet werden. Wichtige Erkenntnisse gab es u.a. zum Themenkomplex Personalsituation.
DJI - KiTa Studie als PDF herunterladen
Das Deutsche Jugendinstitut belegt in dieser Studie die hohe Arbeitsbelastung in den Allgemeinen Sozialen Diensten. Im Rahmen seines Jugendhilfeb@rometers hat das DJI Jugendämter in einer bundesweiten Online-Vollerhebung nach ihrer Personalbedarfsbemessung, Arbeitsbelastung, den Folgen der Arbeitsbelastung sowie den Reaktionen darauf befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass in vielen Regionen eine Lücke zwischen Aufgabenmehrung mit hoher Arbeitsbelastung einerseits und personellen Ressourcen andererseits klafft. Die Situation hat sich selbst dort, wo es zu Stellenausweitungen kam, nicht grundlegend verbessert. So gibt es in 63% der ASDs Überlastungsanzeigen, damit verdeutlicht sich die zunehmende Arbeitsverdichtung und die zunehmende psychische Belastung der Fachkräfte.
Zum Umgang mit dem zunehmenden Mangel an Fachkräften in Kindertageseinrichtungen
Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband errechnet einen quantitativen Bedarf an pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten von 107.000 zusätzlichen Fachkräften bis 2014. Der Bedarf ergibt sich durch die Altersstruktur und den Ausbau der Plätze für Kinder unter 3 Jahren. Zusätzlich zu den bereits vorhersehbaren Absolventen der Fachschulen ergibt sich bis 2014 ein zusätzlicher Bedarf von 35.000 Fachkräften. Der Paritätische hält es für erforderlich, für dei Ausbildung der Fachkräfte und für die Arbeits-
bedingungen in den Einrichtungen angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen.
Hierzu gehören:
Der Paritätische kritisiert, dass die gewachsenen Anforderungen und Leistungen von pädagogischen Fachkräften bisher bei der Bezahlung nicht angemessen berücksichtigt werden.
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Die Hans-Böckler-Stiftung hat in ihrer Ausgabe „Böckler impuls 7/2009“ das Thema „Ältere Beschäftigte“ aufgegriffen. Arbeitskräfte werden im nächsten Jahrzehnt deutlich älter. Die Betriebe – so die Einschätzung in Böckler impuls – müssen jetzt dafür sorgen, dass die Beschäftigten lange im Beruf durchhalten – sonst droht ihnen ein erheblicher Verlust an Erfahrungswissen.
Praxis Aktuell: Personalentwicklung
Soziale Berufe sind mehr wert
Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst
Am 20. Januar 2009 wurden in Frankfurt/Main die Tarifverhandlungen für die kommunalen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst aufgenommen.Diese Entgeltordnung regelt die Eingruppierung und damit die reale Entlohnung aller Beschäftigten, die in den Geltungsbereich des bisherigenTarifvertrages Sozial- und Erziehungsdienst fallen. Der aktuell noch geltende Tarifvertrag ist aus dem Jahr 1991. Nach nunmehr 18 Jahren ist es ausSicht der Gewerkschaft ver.di Zeit für ein neues, zeitgemäßes und gerechteres Eingruppierungssystem.
Sozial Extra 3|4 '09 als PDF herunterladen
Über 400.000 Menschen mit Behinderung nutzen in Deutschland die vielfältigen Angebote der Einrichtungen der Behindertenhilfe.
Die Behindertenhilfe hat sich von mildtägigen Betreuungsangeboten hin zu gesetzlich gesicherten Rechtsansprüchen der behinderten Menschen entwickelt. Nunmehr beabsichtigen die politisch Verantwortlichen, bisher pauschale Vollbetreuungsleistungen hin zu individuell gestaltbaren Teilleistungen im Rahmen eines persönlichen Budgets zu verändern.
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DGB-Untersuchung zur Arbeitsqualität aus Sicht von Erzieherinnen und Erziehern
Erzieherinnen und Erzieher haben eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe. Die Erwartungen und Anforderungen an die Arbeit dieser Berufsgruppe sind im Zusammenhang mit der Bildungsdiskussion in den vergangenen Jahren in Deutschland sogar noch erheblich angestiegen. Erzieher/innen identifizieren sich mit ihrer Arbeit, sind motiviert und leisten viel. Im Gegensatz dazu steht allerdings ihr geringes Einkommen und die schlechten Arbeits- und Rahmenbedingungen. Das hat eine Studie ergeben, deren interessante Ergebnisse die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Dezember 2008 vorgestellt hat. Dabei geht es um eine Untersuchung zu den Arbeitsbedingungen von Erzieher/innen im Rahmen des DGB-Index "Gute Arbeit".
Kindertagesstätten haben eine wichtige bildungs- und sozialpolitische Aufgabe. In dieser Broschüre werden die wichtigsten Aspekte der Diskussion um die Bedeutung von Kindertagesstätten zusammengeführt. Hierbei wird klar, dass die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas einen wichtigen Beitrag für die Lebenschancen von Kindern leisten. Die Broschüre will auch dafür motivieren, dass die Fachkräfte sich selbstbewusst in die öffentliche Diskussion um den Bildungsauftrag von Kindertagesstätten einbringen.
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„Der Kindergarten ist ein Ort der Kinder“ – basierend auf diesem Gedanken entwickelt der Autor Dr. Armin Krenz Gedanken zu einer kindorientierten Elementarpädagogik. Kindertagesstätten sind ein wichtiger Lebensraum der Kinder, sie sollten nach Krenz Orte der unbeschwerten Entwicklung von Kindern sein.
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Bewegung spielt für die kindliche Entwicklung eine entscheidende Rolle. In dieser Broschüre werden die Grundlagen der Psychomotorik dargestellt und erläutert. Der Text soll insofern eine Einführung in die Thematik geben und Lust darauf machen, Psychomotorik als pädagogisches Prinzip zu verstehen und in den Einrichtungen konzeptionell zu verankern.
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Seit über einem Jahrzehnt erleben wir einen rasanten Sozialabbau. Armut und Arbeitslosigkeit nehmen zu. Hiervon betroffen sind insbesondere Kinder und Jugendliche. Beschäftigte in der Sozialen Arbeit werden dabei in eine Rolle gezwungen, die sie eher zu VerwalterInnen von Armut macht und ihre Fachlichkeit immer mehr in Frage stellt. In den Beiträgen der Broschüre wird die Armutssituation und die Reaktion der Politik wie auch die Bedingungen der Beschäftigten in der Sozialen Arbeit dargestellt und umrissen.
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Lebensräume so zu gestalten, dass in ihnen lebende Menschen optimale Entwicklungs- und Partizipationsmöglichkeiten haben. Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit bietet hierfür Chancen. In der vorliegenden Broschüre werden die verschiedenen Aspekte kritisch beleuchtet.
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Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung führte das Berufsfortbildungswerk des DGB (bfw) eine Studie zu aktuellen Qualifikationsanforderungen für Erzieher/inen durch. Der hohen Weiterbildungsmotivation der Fachkräfte steht ein unüberschaubarer Markt an Bildungsangeboten gegenüber.
Ausgehend von den Anforderungen an die Arbeit von Erzieher/innen in Kindertagesstätten werden Eckpunkte für ein abgestimmtes Weiterbildungskonzept entwickelt.
Hierfür beschreibt die Studie die aktuellen Anforderungen an die Aufgaben und damit auch der Kompetenzen von ErzieherInnen. Verändert haben sich Familienstrukturen, der höhere Bildungsanspruch an die Einrichtungen, die stärkere Gewichtung von Integration und Sprachförderung. Hintergrund hierfür sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum kindlichen Lernen und der Neurobiologie. Von der Politik wurde dies durch die Einführung von Bildungsplänen für die frühe Bildung aufgegriffen, Bildung als wichtige Aufgabe der Kindertagesstätten damit als gesellschaftliche Anforderung bestätigt.
Für die Fachkräfte ergeben sich daraus veränderte Aufgabenfelder. Neben neuen pädagogischen Themen bekommt Elternarbeit eine wichtige Funktion. Öffentlichkeitsarbeit, Arbeit mit Behörden, Fachdiensten und im Sozialraum nehmen zu.
Damit verändern sich natürlich auch die Anforderungen an Kompetenzen. Diese müssen – so die Studie – in einem aufeinander abgestimmten System der Aus-,. Fort- und Weiterbildung vermittelt werden. Neben der Durchlässigkeit des Gesamtsystems sind hierbei Anerkennungsverfahren für Erfahrungen in beruflicher Praxis, für vorhandene Ausbildung und für gemachte Weiterbildungen notwendig.