Der Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung im Sozial- und Erziehungsdienst wurde gemeinsam erstritten. In vielen Kommunen beginnen nun die Aktivitäten zu dessen Umsetzung.
Die Beschäftigten aus Aalen haben am 29. Juni in der Aalener Fußgängerzone vier mit Wasser befüllte Planschbecken aufgestellt. In diesen Planschbecken legten die Erzieherinnen jeweils ein Plakat, das sie zuvor mit Ihren Wünschen und Forderungen beschrieben haben. "Der Effekt war erstaunlich" so die Erzieherinnen. "Wir hatten noch nie so viele Gespräche mit Bürger/innen über unsere Arbeitsbedingungen führen können".
Viele Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten setzten heute (29. Juni) ihren Streik in Mannheim fort. Mit kreativ-gestalteten Transparenten machten Sie auf ihren Arbeitsalltag aufmerksam. Nach wie vor geht es den Beschäftigten um eine betriebliche Gesundheitsförderung und eine angemessene Bezahlung der Beschäftigten.
Nachdem die Tarifverhandlungen am 19. Juni ergebnislos abgebrochen worden, zeigen die Kolleginnen und Kollegen, dass sie auch weiterhin bereit sind für ihre Forderungen zu kämpfen.
Erzieherinnen der Stadt Marburg machten bei der Stadtverordnetenversammlung am 26.Juni öffentlich auf ihre Forderungen aufmerksam. Von der CDU gab es ebenso einen Dringlichkeitsantrag wie auch von anderen Parteien. Im Ältestenrat einigte man sich auf einen neu formulierten Antrag. Einstimmig appelierte das Parlament an ein baldiges Ende des Arbeitskampfes. Ver.di findet, dass dies ein richtiger Schritt ist, aber man hätte den kommunalen Arbeitgeberverband stärker in die Pflicht nehmen müssen, dass die ihre Blockadehaltung aufgeben. Auch der Bürgermeister der Stadt, Dr. Franz Kahle trug sich in die Unterstützerliste ein.
Erneut gingen die Beschäftigten aus dem Sozial- und Erziehungsdienst auf die Straße um für bessere Bedingungen zu demonstrieren. Dabei statteten sie dem Rathaus einen Besuch ab.
Am Mittwoch, 24.6.09, streikten die Kolleginnen und Kollegen aus mehr als 25 Einrichtungen aus Korschenbroich und Mönchengladbach gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen. Die etwa 80 Streikenden aus Korschenbroich und rund 100 aus Mönchengladbach sind nicht nur über das Verhalten der kommunalen Arbeitgeber enttäuscht, sondern zeigen inzwischen auch ihre Wut über deren Aussitzen von Problemen. Die verhalten sich schlimmer und verantwortungsloser, als mancher üble private Arbeitgeber, weil sie zu keiner Lösung des Tarifkonfliktes beitragen wollen. Die Betroffenen sind auch sauer über die Politikerinnen und Politiker, die in Sonntagsreden die Forderungen unterstützen, aber keinen Einfluss und Druck auf den Arbeitgeberverband ausüben. Insbesondere während der Streikpause und in der Ferienzeit müssen die Diskussionen und Forderungen mit den PolitikernInnen vor den Kommunalwahlen geführt werden. Aber auch mit den Eltern muss die Zeit für Diskussionen stärker genutzt werden, denn es geht bei diesen Auseinandersetzungen nicht nur um die Fragen von besseren Arbeitsbedingungen, sondern auch um eine Verbesserung der Betreuung von Kindern. Die Proteste von Eltern sind berechtigt und sollten noch lauter werden. Die Adresse der Unmutsäußerungen sollten sich jedoch an die Verantwortlichen wie u.a. die Ober- und Bürgermeister in den Rathäusern richten und nicht an die Erzieherinnen und an ver.di. Sollten die Arbeitgeber während der nächsten Wochen die Verhandlungen mit ver.di nicht wieder aufnehmen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, werden die Streikmaßnahmen fortgesetzt.
Fotos: Harold Henke
Im Tarifstreit um bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld streikten am 23. Juni ErzieherInnen aus ganz Schleswig Holstein. Rund 60 Kindertagesstätten in Kiel, Norderstedt, Lübeck und Eckernförde sowie der Allgemeine Soziale Dienst in den Kreisen Pinneberg und Steinburg beteiligten sich an der Aktion. Etwa 370 Teilnehmer trafen sich in der Landeshauptstadt Kiel zu einer Protestkundgebung und bildeten eine Menschenkette. Unterstützt wurden sie durch Reden von Ralf Stegner (SPD Landes- und Fraktionsvorsitzender) und Torsten Albig (neugewählter SPD Oberbürgermeister der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt Kiel).
Am 23. Juni 2009 versammelten sich Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten in Offenbach. Danach gab es noch ein Kinderfest mit den Erzieherinnen und den Vetretern von ver.di im Stadthof vor dem Rathaus mit Kinderprogramm.
Am 23. Juni 2009 demonstrierten nachmittags weit mehr als 700 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes mit ElternvertreterInnen, Eltern und ihren Kindern in Saarbrücken. Zur Demonstration hatte die Gewerkschaft ver.di aufgerufen.
Gemeinsam zog man durch die Stadt. Anschließend sprachen auf der Kundgebung vor dem Rathaus neben dem ver.di Landesleiter Staudt und dem Elternvertreter Feuerstein auch Harald Giesecke von der verdi-Bundesverwaltung über den Stand der Tarifverhandlungen.. Auch Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen beteiligten sich an den Aktionen.
Nachdem die Tarifverhandlungen für die 220.000 Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste am Freitagnachmittag ergebnislos abgebrochen worden, zeigen nun die Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes: „Wir geben nicht auf“.
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Der ver.di-Bezirk Linker Niederrhein und die streikenden Erzieherinnen aus Krefeld haben sich bei den Eltern für ihr Verständnis bei den Streikmaßnahmen bedankt. Deshalb wurden für den 23.Juni 2009 die Eltern mit ihren Kindern zu einer Fahrt in der historischen Eisenbahn ins Grüne eingeladen. Die Mitnahmekapazitäten für die Zugfahrt waren schon einige Tage vor dem Anmeldeschluss schnell erschöpft und so konnten nur rund 240 Erwachsene und Kinder teilnehmen. ver.di- Chefin Mechthild Schratz war über die große Resonanz erfreut und bedankte sich auch im Namen der streikenden Erzieherinnen bei den Eltern für ihre Unterstützung und ihr solidarisches Verhalten.
Fotos: Harold Henke
Ein Demonstrationszug von ca. 2500 Beschäftigten zog am 23. Juni duch München um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
"Entschlossen und gutgelaunt, aber immer noch mit viel Nass von oben, geht es nun Richtung Marienplatz. Ein sehr langer nasser Demonstrationszug. Tropfende, triefende sehr streikbereite Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial-und Erziehungsdienst München und Region sind mit ihren Regenschirmen und einem Motorroller, der geschoben werden musste, auf dem Weg zu der Veranstaltung München-sozial "Wir halten die Stadt zusammen". Es hat auch noch nicht aufgehört zu regnen.Kein Grund sich zu verkrümeln, wie schon gesagt, zielstrebig und entschlossen, bis zum Marienplatz."
Fotos: Jupp Stier
Text: Martina Meyer
In Nürnberg streikten die Kolleginnen und Kollegen auch am 23 Juni. Sie setzten somit ihren Streik fort und machen den Arbeitgebern Druck, um endlich ein annehmbares Ergebnis bei den aktuellen Tarifausein-andersetzungen zu erzielen.
Impressionen der Aktion der Kita Wirbelwind
Gemeinsam mit Kindern und einigen Eltern laufen wir, begleitet von Rasseln und Trommeln, zur Gemeindeverwaltung.
Mit diesem Foto verabschiedeten sich am Dienstag die Streikenden aus dem Sozial- und Erziehungsdienst der Stadt Osnabrück in die Sommerpause. Unter dem Motto "Jetzt sind Sommerferien, aber wir kommen garantiert wieder" versammelten sie sich auf der Ratshaustreppe mit typischen Urlaubs-Utensilien. In der anschließenden Streikversammlung wurden auch Ideen für die nächsten Aktionen gesammelt. Den Abschluss des Tages bildete ein Grillfest, an dem auch Eltern und Kinder aus den bestreikten KiTas teilnahmen.
Unsere Trommler klopften ordentlich drauf, so das vor dem Rathaus für zwei Stunden unsere Stimme gut zu hören war. Solidaritätserklärungen von verschiedenen Unterstützern wurden vorgetragen und verlesen.
Foto: Majewski
Die Abmahung der steikenden Erzieherinnen in Kirchhain wurden am Montag um 11 Uhr 14 per FAX an die ver.di Rechtsstelle Hessen vom Bürgermeister der Stadt zurückgenommen. Zur gleichen Stunde protestierten 500 streikenden Erzieherinnen und Sozialarbeiter aus 15 mittelhessischen Kommunen vor dem Rathaus. „Die Abmahnungen mit Entlassungsandrohung bei weiteren Streiks sind eine Einschüchterung, mit der das Streikrecht faktisch abgeschafft soll“, sagte ver.di-Sekretär Jürgen Lauer. Deshalb war es gut, dass eine breite Welle der Solidarität den Kirchhainern Erzierinnen entgegengebracht wurde. Die Kirchhainer selbst übten auch Solidarität untereinander: nicht nur die 8 schriftlich Abgemahnten streikten trotz Entlassungsdrohung , sondern alle 6 Kitas der Stadt Kirchhain. Das muss denjenigen, die jetzt noch abseits stehen und sich den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Eingruppierungen von der ferne anschauen zu denken geben! Von nix kommt nix. Also an alle, die noch nicht dabei sind: setzt Euch mit der ver.di Bezirksverwaltung in Verbindung und macht mit! Je mehr wir sind, je schneller und erfolgreicher kann der Streik beendet werden.
Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Rheinland-Pfalz, Baden Württemberg und Hessen streikten gut 6.500 Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagogen/innen und Erzieherinnen am 22. Juni in Mannheim. Die Beschäftigten liesen sich von dem Regen die Stimmung nicht vermiesen. Den Abschluss der Streikation war eine Kundgebung auf den alten Messplatz.
Streikversammlung in Kassel
400 Streikende machten mit einem donnernden Beifall deutlich, dass sie bereit sind weiter zu streiken und das vorliegende Angebot nicht akzeptieren können. Die Streikdelegierten berichteten von der Streikversammlung und erhielten Zustimmung für Ihre Entscheidung. Ohne eine individuelle Gefährdungsanalyse, ohne die Aufwertung der Berufsgruppen im Sozial- und Erziehungsdienst und ohne eine Eingruppierungsangebot für die Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter wird es keinen Abschluss geben. beteiligt waren die Stadtverwaltung Kassel, Gemeinden Baunatal, Kaufungen, Schauenburg, Lohfelden, Fuldabrück, Fuldatal und Niestetal.
Fotos: Majewski
Impressionen der Demonstration und Kundgebung des Streiks in Nordrhein Westfalen.
Gut 10.000 Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten trafen sich am 22. Juni in Duisburg, um ihre Streikwelle fortzusetzen. Nachdem die Trafiverhandlungen am vergangenen Freitag ergebnislos abgebrochen wurden, herrscht bei vielen eine gestärkte Motivation, um für mehr Anerkennung weiter zu kämpfen. Gabriele Schmidt, ver.di Düsseldorf und Achim Meerkamp von ver.di-Bundesvorstand kritisierten die fehlende Bereitschaft der Arbeitgeber zur Anerkennung und Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe und stärkten den Kolleginnen und Kollegen mit ihren Reden den Rücken.
Fotos: Harold Henke
In Engelsbach streikten am 17. Juni ebenfalls Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten. Mit einer besonderen Aktion machten die Erzieherinnen auf ihre tägliche Arbeitsbelastung aufmerksam. Sie füllten Säcke mit einem Gewicht von 12 und 13 Kilogramm und stellten diese Passanten zum Probeheben zur Verfügung. Nach einem Demosntrationszug durch Engelsbach trafen sich die Kolleginnen und Kollegen in der Innenstadt und informierten Bürgerinnen und Bürger über ihre Forderungen.
Bildungsstreik im Saarland
Mehr als 500 Studierende, Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten und Universitätsbeschäftigte demon-
strierten am 17. Juni in Saarbrücken für ein besseres Bildungssystem.
Deutschlandweit beteiligten sich circa 250.000 Menschen an dem Bildungsstreik.
"Ein Kind passt immer noch rein"
mit dieser Illustration machten die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten die aktuelle Lage in den ohnehin schon teilweise überfüllten Kindergärten deutlich.
Die Kolleginnen in Karben organisierten am 16. Juni einen Infostand / Streikkaffee im Stadtzentrum von Karben um direkt vor Ort eine Aktion durchzuführen. Dabei wurden 8 Einrichtungen geschlossen wobei 4 freiwillige Kolleginnen in einer Einrichtung einen Notdienst einrichteten. Es kamen ca. 100 Personen, darunter auch Eltern mit ihren Kindern und viele Erzieherinnen, die Unterschriften für die "Chancen fördern - Liste" sammelten und überwiegend positive Unterstützung erhielten.
Mit einem spontanen Sitzstreik auf der Rathaustreppe reagierten die Streikenden in Wuppertal, nachdem der Oberbürgermeister Peter Jung die Einladung in die Streikversammlung ausgeschlagen hatte. Die Passanten in der Barmer Innenstadt wurden mit der Streikzeitung auf den Grund der ungewöhnlichen Aktion aufmerksam gemacht. Im Rathaus erregte man das Aufsehen und die Aufmerksamkeit der städtischen Beschäftigten, in dem die Paternoster mit ErzieherInnen in roten T-Shirts besetzt wurden. Es gab viel Zustimmung und Solidarität durch Unterschriften von Passanten und Beschäftigten.
Heute besuchte Frank Bsirske die Streikenden in Frankenberg/Eder. Unterstützt von Kolleginnen und Kollegen aus u.a. Kassel und Marburg zog sich ein Demonstrationszug von 500 Menschen durch Frankenberg. Zur Kundgebung hatte sich Frank Bsirske angesagt um den Streik einer Behinderteneinrichtung auf dem Land zu unterstützen. Seit nunmehr 9 Tagen wird im Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg gestreikt. Heute war Frankenberg Mittelpunkt des Streiks in Hessen, ein Zeichen, dass gewerkschaftliche Arbeit auch oder gerade in ländlichen Regionen von großer Bedeutung ist.
Auch In Chemnitz halten die
Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsberufen den Druck, der auf die Arbeitgeber wirkt, aufrecht. Die Kolleginnen und Kollegen streiken für eine betriebliche Gesundheitsförderung und grundsätzlich für mehr Anerkennung ihrer Berufe.
"Weit vor Rente sind Körper und Seele am Ende!"
unter diesem Motto streikten die Beschäftigten am 15. Juni für eine betriebliche Gesundheitsförderung.
Rund 30.000 Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sind am 15. Juni 2009 dem ver.di-Aufruf zur Kundgebung nach Köln gefolgt und haben dort eindrucksvoll ihre Forderungen nach einer Aufwertung ihres Berufes deutlich gemacht. Tausende Beschäftigte streikten vor Ort unter anderem auch in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen. Damit hat die Streikwelle am 15. Juni vor der neuen Verhandlungsrunde in Fulda ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske betonte, in dieser Woche werde ernsthaft nach einer Lösung gesucht. Die Streikenden hätten deutlich gemacht, wie wichtig ihre Forderungen seien, und großes Verständnis in der Öffentlichkeit erzielt. Wenn es zu keiner Einigung komme, müsse der Streik fortgesetzt werden. In diesem Fall würden die Eltern noch intensiver in die Streikplanungen einbezogen werden. Bei der Kundgebung in Köln erhielt ver.di starke Unterstützung aus der Bundespolitik: Ursula von der Leyen, Franz Müntefering, Renate Künast und Gregor Gysi machten in ihren Reden ebenfalls deutlich, dass eine Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst dringend notwendig sei. Die Tarifverhandlungen sind am 15. Juni in Fulda wieder aufgenommen worden.
Den Livestream (Video) der Aktion finden Sie unter folgendem Link.
Video der Kundgebung in Köln
Im Schweriner Umland und in Schwerin selbst streikten die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten am 12. Juni. Einmal mehr zeigen auch hier die Kolleginnen und Kollegen, dass sie für mehr Anerkennung ihrer Berufe kämpfen und mit immer neuen Streikaktionen die Bevölkerung für ihre Situatuion sensibilisieren können.
Ebenfalls solidarisch zeigte sich die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Schwerin, Angelika Gramkow, die bereits die Aufwertungskampagne "Chancen fördern - Anerkennung fordern!" als Prominente unterstützt.
Gemeinsam mit Streikenden aus anderen Teilen der Heide wurde Lüneburgs Innenstadt erobert. In zahlreichen Streikliedern und Aktionen bewiesen die sozialpädagogischen Fachkräfte ihr Können. ver.di - Landesbezirksvorsitzender Sigi Sauer beschrieb anschaulich die zunehmenden Anforderungen an Bildungs- und Erziehungsarbeit bei gleichzeitiger Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Sauer kritisierte: "Das Engagement der Fachkräfte wird ausgenutzt bis die Gesundheit drauf geht." In seiner Rede lobte Charly Braun von der Arbeitskampfleitung die Courage seiner Berufskolleginnen, die Druck und Drohungen ihrer Bürgermeister trotzten und er betonte: "Die Arbeitsbedingungen der Erzieher wirken sich direkt auf die pädagogische Qualität aus."
70 Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen aus Weyhe schlossen sich der Streikbewegung an und machten mit vielseitigen Plakaten und Transparenten die Streikwelle noch bunter. "Wir stehen im Regen und wollen was bewegen", riefen sie ihrem Bürgermeister zu. Der kam dann vor die Rathaustür und wünschte ihnen ein baldiges Ergebnis.
Standfestigkeit bewiesen die Kolleginnen und Kollegen aus Norderstedt, die am 12. Juni eine Streikaktion starteten. Auch hier stehen die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten hinter den Forderungen nach einer betrieblichen Gesundheitsförderung und einer neuen Entgeltordnung.
Dieser Tag stand unter dem Motto: Soziale Arbeit ist mehr wert! Etwa 100 Streikende aus Sozial –und Erziehungsdienst, sowie der Pflegeeinrichtung Haus Flora führte eine gemeinsame Streikkundgebung auf der Matthias-Kahlke- Promenade durch, alle waren sich einig das soziale Arbeit in Deutschland nicht die politische und gesellschaftliche Lobby hat, die sie verdient! Der Sozial– und Erziehungsdienst kämpft ebenfalls seit Monaten für eine faire Entlohnung und einen besseren Gesundheitsschutz!
Das Geldsorgen auch etwas mit Gesundheit zu tun haben, machten Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst der Stadt Osnabrück mit einer "Bettel-Meile" in der Fußgängerzone am heutigen Tage deutlich. Statt milden Gaben konnten hier Unterschriften zur Unterstützung des Streiks abgegeben werden.
Bereits gestern zogen die Kolleginnen und Kollegen durch die Osnabrücker Innenstadt (siehe Bild) und demonstrierten geschlossen für mehr Anerkennung.
Immer mehr Erzieher/innen der kommunalen Kitas streiken in Bremen und Bremerhaven für bessere Arbeitsbedingungen. „Von Streiktag zu Streiktag steigt die Beteiligung der Kita-Beschäftigten,“ sagte ver.di-Gewerkschaftssekretär Klaus Schukowski. Auch am 11. Juni fanden sich Kolleginnen und Kollegen zu eine Streik-Kundgebung in Bremen zusammen.
Nachdem die Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagogen/innen des Jugendamtes des Landkreises Diepholz bereits am 12.05.09 den Nachmittag des Fachdienstes Jugend erfolgreich bestreikt haben, setzten sie ihre Streikaktionen diesmal mit Unterstützung der Kollegen/innen aus dem Gesundheits- und Sozialamt sowie einiger Kolleginnen aus dem Kindergarten Drebber und Bassum und dem Jugendzentrum Stuhr-Brinkum bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusse fort. Insgesamt 35 Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagogen/innen und 6 Erzieherinnen bildeten vor dem Tagungsort einen Spalier und jedes Ausschussmitglied wurde in Form eines Fragequiz mit den realen Arbeitsbedingungen der Kollegen/innen konfrontiert und wurden per Unterschrift gebeten, die Forderungen der Streikenden zu unterstützen.
Viele Beschäftigte aus den sozialen Diensten versammelten sich am 10.06.09 in Frankfurt/Main zum Sozialarbeitertag. Die Kolleginnen und Kollegen nutzten die Veranstaltung unter anderem, um sich über den aktuellen Stand der Tarifauseinandersetzung zu informieren.
Über 1000 Eltern, Kinder und Beschäftigte protestieren vor dem Rathaus und Kommunalen Arbeitgeberverband
Am 10. Juni folgten über 1000 Eltern, Großeltern, Kinder und Beschäftigte dem ver.di-Aufruf. Unter dem Motto 5 vor 12: Gemeinsam für gesunde Kindertageseinrichtungen! Wurden die Vertreter des Kommunalen Arbeitgeberverbandes sowie der Wuppertaler Oberbürgermeister aufgefordert, alles zu tun, um den Streik mit einem guten Kompromiss zu beenden – im Interesse der Eltern, Kinder und Beschäftigten. In einer langen Menschkenkette bewegten sich die Demonstranten durch die Barmer Fußgängerzone vom Rathaus zum Sitz des KAV NW. Über 500 Luftballons mit Postkarten an den Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung wurden von den Kindern abgeschickt – die Eltern konnten sich bei den Streikenden über die Forderungen informieren.
"Hier stimmt was nicht! Große Leistung erbringen, große Belastung ertragen, große Forderung erfüllen gegen kleines Gehalt und kleine Wertschätzung."
Aus diesen Gründen streikten auch am 9. Juni Beschäftigte aus den sozialen Erziehungsdiensten für eine Aufwertung ihres Berufsfeldes und machten deutlich: "So geht's nicht mehr!"
Frank Bsirske, ver.di Vorsitzender, besuchte am 09. Juni die Kolleginnen und Kollegen in Völklingen. Zusammen gingen sie auf die Straße, um für mehr Anerkennung der sozialen Berufe zu demonstrieren.
Impressionen aus der großen Streikkundgebung im Sozial- und Erziehungsdienst in Frankfurt, die gestern (9. Juni) von einer großen Unterstützung der Eltern und Elternbeiräte begleitet wurde. Die Bewegung der Betroffenen ist sehr engagiert und die Streikenden stehen voll hinter den Forderungen ihrer Gewerkschaft.
Mit selbstgemachten Transparenten machten die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten am 9. Juni in Dietzenbach auf Ihre Forderungen aufmerksam. Die Kolleginnen und Kollegen untersützen mit ihrem Streik die Forderungen der Gewerkschaft ver.di nach einer betrieblichen Gesundheitsförderung.
In Dudenhofen nutzten Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eine Streikversammlung, um sich über geplante Aktionen zu informieren. Gleichzeitig zeigten auch hier die Beschäftigten, durch ihre Beteiligung, dass sie bereits sind für ihre Forderungen zu kämpfen.
Engagierte Diskussionen gab es anlässlich der Ratssitzung in Osnabrück am 9. Juni. Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten der Stadt - unterstützt von KollegInnen aus dem Hauswirtschafts- und Verwaltungs-
bereich sowie von Eltern und Kindern aus den KiTas - machten lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam. Im historischen Osnabrücker Rathaus herrschte dichtes Gedränge, fröhliches Kinderlachen, Pfeifen und Trommeln - und ratlose Politikergesichter.
Auch am gestrigen Tag (9. Juni) haben die Beschäftigen des Lebenshilfe-Werkes im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit ihrem Streik weiter Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt. Mit einer Aktion, die auf den unterem Bild zu sehen ist, richten sich die Kolleginnen und Kollegen an die Arbeitgeber und bitten diese darum, sie nicht mit ihren Forderungen baden gehen zu lassen und das den Beschäftigten das Wasser bis zum Hals steht.
Viele Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten versammelten sich am 9. Juni in Griesbach zu einer Streikaktion. Die Kolleginnen und Kollegen zogen als Demonstrationszug durch Griesbach und versammelten sich im Anschluss an einem zentralen Punkt. Die hohe Beteiligung der Beschäftigten zeigt auch hier, dass die Beschäftigten für ihre Forderungen kämpfen.
Am sechsten Streiktag (08.06.09) in Waldeck-Frankenberg haben die Beschäftigten des Lebenshilfe-Werkes Kreis Waldeck-Frankenberg die Stadt Bad Arolsen unsicher gemacht. Unterstützt wurden sie von Beschäftigten des Bathildisheimes in Bad Arolsen und von Kollegen aus dem Klinikum Kassel.
Wieder die Kitas geschlossen.
Weiter gut motiviert und bei guter Laune kamen am 8.6. die Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit dem Elternbeirat am Nachmittag zu einer „ Aktion mit Eltern“ auf den Königsplatz in Kassel zusammen. Mit dabei waren die Baunataler und Kaufunger Kitas aus dem Landkreis. Die Erzieherinnen suchten die Gespräche mit Bürgern und Eltern und warben um Verständnis. Besucht wurde die Aktion von den Kinder- und Jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen, die großes Verständnis für die Forderungen der Beschäftigten haben.
Mannheim beteiligt sich an ersten bundesweiten Warnstreiks am 6. Mai
Eine hohe Lärmbelastung und das an der Größe der Kinder orientierte Mobiliar sind nur zwei Dinge, die die Arbeitsbedingungen für Kita-Beschäftigte erschweren. Deswegen kämpft ver.di für sie um einen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung. In dieser Woche kam es zu bundesweiten Warnstreiks, denen eine Urabstimmung folgen soll. Gleichzeitig möchte ver.di erreichen, dass die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst aufgewertet werden.
Die Mannheimer ErzieherInnen beteiligten sich zahlreich an der bundesweiten Aktion. Sie versammelten sich im Mannheimer Gewerkschaftshaus um über zukünftige Aktionen zu beraten und um die Urabstimmung vorzubereiten.
Fotos: Helmut-Roos
Nach Pfingsten war die Region Ulm-Ostwürttemberg die Streikhochburg in Baden-Württemberg mit knapp 200 Streikbeteiligten, 16 geschlossenen Kindertagesstätten und vielen anderen Einrichtungen der Sozialen Dienste. „Trotz der Ferien war die Beteiligung sehr hoch“, so Winkler „die Beschäftigten wissen, dass ihr Protest entscheidend ist, um die Arbeitgeber zu einem besseren Angebot zu zwingen“. Die Beschäftigten in den Erziehungsberufen sind einer extrem hohen Arbeitsbelastung bei gleichzeitig unterdurchschnittlicher Bezahlung ausgesetzt. Ziel von ver.di bei den Tarifverhandlungen ist daher eine Aufwertung dieser Berufe. Wenn Kommunalpolitiker sagen, dass Bildung nicht erst in der Universität beginnt, sondern bereits im Kindergarten, „dann müssen sie auch Geld in die Hand nehmen um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, fordert Maria Winkler. „Dazu gehören kleinere Gruppen und mehr Personal sowie eine entsprechende Bezahlung“.
Am 5. Juni trafen sich Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten sowie Ehren- und Hauptamtliche Kolleginnen und Kollegen von ver.di in Fulda zum Streikdelegiertentreffen.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der Bundesfachgruppe Sozial,- Kinder- und Jugenhilfe, Angelika Spautz hatten die Anwesenden die Möglichkeit von bisherigen Aktivitäten und Erfahrungen zu berichten. Ebenfalls anwesend waren Frank Bsirske, Achim Meerkamp und Ellen Paschke.
Zum Abschluss des Treffens, spürte man deutlich die Bereitschaft aller für die aktuellen Forderungen zu kämpfen.
Impressionen von der Situation in der Vorabstimmung zum Gespräch mit dem für den ASD (Allgemeinen Sozialen Diensten) in Hamburg zuständigen Senator.
Es war wieder ungewöhnlich viel Presse da. Kolleginnen und Kollegen einer Region haben sich zur Überraschung was ausgedacht und extra T-shirts angefertigt, um uns einen guten Weg zum Senator zu ermöglichen. Der Senator hat sich übrigens mit uns (einer Delegation von fast 10 Leuten - ASD-KollegInnen ausschließlich Basis, dem PR-Chef aller 7 Bezirksämter und 2 hauptamtlichen verdi-Sekretärinnen) 3 Stunden lang auseinander gesetzt. Der Sentator hatte sich verstärkt mit der zuständigen Staatsrätin, 2 Spitzen-
beamten aus seiner Fachbehörde und dem Chef der zuständigen Abteilung aus der Finanzbehörde. Erste kleine Vereinbarungen in der richtigen Richtung zur unmittelbaren Entlastung der ASD-KollegInnen in den 7 Bezirksämtern wurden getroffen. Es wird Anschlußgespräche geben.
In Aalen streikten auch am 4. Juni die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten. Sie formten sich zu einem Lindwurm, der sich im Anschluss durch den Aalener Markt schlängelte. Die Beschäftigten machen mit ihren Aktionen auf ihre akutelle Arbeitssituation aufmerksam und fordern mehr Anerkennung.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Personalräte Schleswig-Holstein unterstützt die Tarifforderung der Gewerkschaft ver.di für ein Gesundheitsschutz-Tarifvertrag und eine tarifliche Regelung der Eingruppierung in Entgeltgruppen.
Zur Unterstützung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst unterzeichneten die Personalräte auf diesem Plakat (siehe Foto).
Mehr als 500 Streikende aus mehr als 50 Einrichtungen in acht Städten und Gemeinden innerhalb des Bezirkes Linker Niederrhein kamen zum Protest am 4.6.09 nach Krefeld
Über 200 ver.di- Mitglieder aus und um Gelsenkirchen ergänzten die Demo und die Streikversammlung
Mechthild Schratz übte scharfe Kritik an dem Arbeitgeberverband: „Gegenüber den Kindern und den Beschäftigten übernehmen sie weder Verantwortung noch zeigen sie Lösungen in diesem Tarifstreit auf. Sie haben sich noch nicht einmal mit euren Sorgen und Nöten ernsthaft auseinandergesetzt. Deshalb müssen wir den Druck durch weitere Streikmaßnahmen noch mehr erhöhen, damit sie endlich ein ernsthaftes Angebot vorlegen“.
In Wiesbaden streikten die Kolleginnen und Kollegen auch am 4. Juni. Sie setzten somit ihren Streik fort und machen den Arbeitgebern Druck, um endlich ein annehmbares Ergebnis bei den aktuellen Tarifausein-andersetzungen zu erzielen.
Auch am Donnerstag haben die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste der Stadt Osnabrück ihren Streik fortgesetzt. Unterstützt wurden sie dabei von Auszubildenden der Evangelischen Fachschule, die am Vortag über den Streik informiert worden waren. In der Osnabrücker Fußgängerzone wurde mit Wand- und Bodenzeitungen, Mobiliar aus einem Familienzentrum, Original-KiTa-Geräuschkulisse sowie plastischen Darstellungen der Angebote und Arbeitsbedingungen der sozialen Dienste über die Streukziele informiert.
STREIK BEI WERKSTATT BREMEN / MARTINSHOF
ver.di-Betriebsgruppe der Werkstatt Bremen fordert Gesundheitstarifvertrag
Die ver.di-Betriebsgruppe Werkstatt Bremen / Martinshof kritisiert das Angebot der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen fr einen Gesundheitstarifvertrag im Sozial- und Erziehungswesen. Betriebsgruppen-Sprecherin Antje Goethe: Auf Dauer machen unsere Arbeitsbedingungen krank. Gemeinsam mit den Kita-Beschftigten fordern wir die Arbeitgeber auf, endlich auf unsere Forderungen
einzugehen. Auch Mitarbeiter der Werkstatt Bremen legten deshalb am heutigen Tage die Arbeit nieder um ihrer Forderung nach einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Gesundheitsschutzes Nachdruck zu verleihen.
Goethe dazu: Mit Milliarden Steuergeldern werden Rettungsschirme ber Banken aufgespannt. Und wir werden allzu oft mit warmen Worten für unsere gute Arbeit in den Behindertenwerksttten abgespeist. Uns reichts! Soziale Arbeit ist mehr wert! Deshalb streiken auch wir fr einen Gesundheitstarifvertrag!
Unter dem Motto "Chancen fördern - Anerkennung fordern" machten die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten am 3. Juni in Wiesbaden auf ihre "krumme" Lage im Berufsalltag aufmerksam. Sie fordern neben einer besseren Eingruppierung in Entgeltgruppen vor allem eine betriebliche Gesundheitsförderung, bei der sie auch in der Art und Weise dieser, ein Mitspracherecht haben.
Eine Vielzahl an Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst streikte am 3. Juni in Hamburg. Auch hier gehen die Beschäftigten für einen betrieblichen Gesundheitsschutz auf die Straße, um ihre Forderungen zu unterstreichen.
Auch in Dorsten streikten die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten. Viele Kolleginnen und Kollegen verdeutlichten mit Hilfe von eigens angefertigten Transparenten ihre Forderungen und machten zugleich auf ihren Arbeitsalltag aufmerksam. Sie unterstützen mit ihrem Streik die Forderungen nach einer betrieblichen Gesundheitsförderung und einer neuen Entgeltordnung.
Spontan haben sich heute aus verschiedenen Kommunen Abordnungen von streikenden Erzieherinnen als auch Eltern auf dem Weg gemacht, um eine gestern Abend verfasste Resolution den Bürgermeistern im Landkreis zu überreichen. Diese hatten ihr turnusgemäßes Treffen in Eystrup. In der Resolution warben die "Streikbotschafterinnen" für ihr Anliegen. Es sei unter Fachleuten unstrittig, dass die Vergütung für die Erzieherinnen hinter den Ansprüchen ihrer Arbeit hinterherhinkt, erwähnte Henning Onkes vor den Streikenden. Andreas Götz als Sprecher der Hauptverwaltungsbeamten nahm die Resolution entgegen und sagte, dass der Streik mit auf die Tagesordnung steht. In der Resolution forderten die Kolleginnen aus Rehburg-Loccum, Nienburg, Uchte, Steyerberg und - erstmailig dabei - Stolzenau und Eystrup zügige und ergebnisorientierte Verhandlungen.
Stress, wenig Zeit für die Vorbereitung, psychische Belastungen und ergonomisch schlechte Arbeitsbedingungen kennzeichnen vielerorts die Arbeitsbedingungen von Erzieherinnen, aber auch der Sozialarbeiterinnen. Diese Bedingungen führen zu der Forderung nach einem Tarifvertrag für Gesundheitsförderung. Eine Erzieherin berichtete aus einer Einrichtung, leider nicht im Landkreis, wo bereits hydraulische Wickeltische vorhanden sind. "Es ist mehr für die Gesundheit möglich, es gibt bloß keinen individuellen Rechtsanspruch darauf," so Gewerkschaftssekretär Volker Selent. Parallel wird derzeit auch über die Entgeltverordnung verhandelt. "Unsere Beratungsfunktionen haben zugenommen, die Bildungsarbeit ist in den Kindertagesstätten eingekehrt, aber mehr Zeit für Vorbereitungen haben wir nicht und die Vergütung ist wie vor 20 Jahren," schilderte eine weitere Erzieherin die Situation. Unter den Streikenden auch ein Heilerziehungspfleger, der als teilzeitbeschäftigte Zweitkraft bezahlt wird wie ein Kinderpfleger. Selent: "An Familienplanung ist da nicht zu denken. Wenn der Beruf unattraktiv bleibt, dann fehlen demnächst die Fachkräfte nicht nur in Bayern."
Heute haben die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Stadt Osnabrück eine Fahrrad-Demo zu den Ausbildungsstätten der Sozialberufe unternommen. Begonnen haben wir mit der Evangelischen Fachschule zum Unterrichtsbeginn, dann auf zur Franz-von-Assisi-Schule (kath.), wo wir die Schüler/innen nach der Frühmesse angesprochen haben. Abschließend fuhr der Fahrradkorso zur Fachhochschule, wo wir mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch kamen. An der Aktion haben ca. 60 Streikende teilgenommen.
Auch in Meerbusch streikten die Beschäftigten aus Sozial- und Erziehungsdiensten am 02. Juni für mehr Anerkennung. Die Kolleginnen und Kollegen fertigten Transparente an, auf denen sie ihre Arbeit beschrieben.
In Dorsten (Lanmdkreis Recklinghausen) streikten die Beschäftigten aus verschiedenen Kindertageseinrichtungen zusammen mit Eltern und Kindern.
Am Dienstag, 2. Juni fanden innerhalb des SuE-Streiks in Osnabrück zwei schöne Aktionen statt:
In der Mittagszeit boten die Streikenden unter fachkundiger Anleitung eine öffentliche Open-Air-Rückenschule für die Beschäftigten der Stadtverwaltung an, die dieses Angebot gerne annahmen.
Am Abend besuchten die Streikenden den Jugendhilfeausschuss der Stadt. Die Einrichtung des Sitzungsraumes war wie von Geisterhand ausgewechselt: Möbel (Tische und Stühle) aus einer KiTa machten symbolisch auf die gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst aufmerksam. Es entspann sich eine gute Diskussion, in der die verschiedenen Argumente und Sichtweisen ausgetauscht wurden. Sabine Becker (ver.di) begründete die Forderungen, unterstützt von den Beschäftigten aus KiTas, Sozialen Diensten und der Jugendarbeit.. Der Ausschussvorsitzende Uli Sommer wünschte viel Glück und Erfolg. Frau Rzyski als zuständiger Verwaltungsvorstand konnte auf ihre eigenen Erfahrungen im Erzieherinnen-Beruf zurückgreifen.
2.000 Streikende fanden am heutigen Tag (02. Juni) in Hamburg zu einem Streik zusammen. Die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten fordern mehr Anerkennung für ihre Berufe und eine betriebliche Gesundheitsförderung, die neben einer neuen Entgeltordnung tariflich fixiert werden soll.