Aktuell

Tagung Erzieherinnen Mittelhessen

Tagung der Erzieherinnen in Mittelhessen am 27.01.2011

Am 27.01.2011 fand die Tagung der Erzieherinnen Mittelhessen im Bürgerhaus Lollar statt. Es waren 40 Personalräte und Erziehrinnen aus 19 Städt- und Kommunalverwaltungen aus den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill vertreten.

An dem Beispiel der Stadt Marburg referierte Frau Susanne Schwarzkopf, Physiotherapeutin/Betriebliche Gesundheitsförderung, über konkrete Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten. So geht es um Technische Maßnahmen wie Verbesserung des Lärmschutzes, der Lichtverhältnisse, hohen Tischen mit Tripp Trapp Stühlen, Erzieherinnenstühlen pro Gruppe, Kinderküchen mit mobilem Podest oder Leitern für Wickeltischen. Organisatorisch müsse die Personalsituation überprüft werden, der Tagesablauf klar geregelt werden für lärmreduzierte Zeiten und Pausen, der gemeinsamen Zielfindung und Zieldefinition sowie der Definition der Erwartungshaltung. Personenbezogen gehe es um die Nutzung von Entlastungsmöglichkeiten und dem präventiven gesundheitlichen Verhalten.

Von ver.di wurden die Inhalte des Tarifvertrages zur Gesundheitsförderung dargestellt, wobei der Anspruch der Beschäftigten auf eine individuelle Gefährdungsbeurteilung wohl die wichtigste Regelung sei.

Wie ver.di Sekretär Jürgen Lauer mitteilte, würden sich die Personalräte in einer ersten Phase intensiv mit den Möglichkeiten einer betrieblichen Gesundheitsförderung befassen. Dabei sollen auch die Erzieherinnen einbezogen werden. Im zweiten Schritt seien die im Tarifvertrag „Gesundheitsförderung“ vorgesehen Betrieblichen Kommissionen zu bilden. Im Herbst findet ein weiteres Treffen der Personalräte statt, in dem es um einen Erfahrungsaustausch über die Arbeit der Betrieblichen Kommissionen geht.

EINLADUNG an KITA-LeiterInnen mit Fragebogen und Anmeldung

Ver.di-Saar bietet Seminar für Kita-Leitungen und Fachberatungen

Unter dem Titel „Belastungen reduzieren – Ressourcen nutzen – Gesundheit erhalten – bietet ver.di Saar am 15. November 2010 ein Seminar für LeiterInnen von Kindertagesstätten und Fachberatungen an. Mit diesem Seminar werden LeiterInnen dazu eingeladen, auf der Grundlage der Analyse von Problemen und Ressourcen der Arbeit im Kindertagesstättenbereich praxisorientierte Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.








Dabei geht es uns zum einen um die Vermittlung von Inhalten zur Klärung folgender Fragen:

  • Welche Regelungen enthält der neue Tarifvertrag?
  • Welche organisationalen Maßnahmen können zur Gesunderhaltung und alternsgerechten Arbeitsgestaltung ergriffen werden?
  • Mit welchen psychosozialen Bedingungen ist der ErzieherInnenberuf konfrontiert und welches sind die Konfliktfelder und Ressourcen?


Zum anderen sollen Instrumente vorgestellt werden, die  im Kontext von Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung hilfreich sein können:

  • Die Gefährdungsbeurteilung – ein neues Tarifvertragliches Instrument: welche Chancen bringt es, wie ist es zu handhaben, wie können die Ergebnisse umgesetzt werden?
  • Der Gesundheitszirkel: In regelmäß stattfindenden Treffen werden gemeinsam mit ErzieherInnen und Leitungskräften physische und psychische Belastungen identifiziert und Lösungen zur gesundheitsgerechten Arbeitsgestaltung entwickelt. Das Expertenwissen der Beteiligten steht im Mittelpunkt.
  • Kollegiale Beratung: sie ist ein Instrument zur Entlastung im Erzieherinnalltag. Im Team  werden  pädagogische Fragen, Probleme in der Elternarbeit oder in der Zusammenarbeit gemeinsam erörtert und Lösungswege gesucht. 

Einladung als PDF downloaden

Gießen Klein-Linden 27.05.2010

Gießen Klein-Linden 27.05.2010

Ende Mai 2010 trafen sich 60 Beschäftigte und Personalräte aus 23 mittelhessischen Kommunen im Bürgehaus Gießen Klein-Linden. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Mittelhessen hatte hierzu eingeladen, um über den neuen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zu informieren.
„Der Tarifvertrag Gesundheitsförderung dient dazu, gesundheitsgerechte Verhältnisse zu erhalten oder herzustellen“, erklärte Referentin Barbara Zimmermann. Dabei ist die Arbeit der Erzieherinnnen und Sozialpädagogen so zu organisieren, dass diese nicht Ursache von Erkrankungen oder Gesundheitsschädigungen sind.

Erstmals haben Beschäftigte einen Anspruch auf eine Gefährdungsbeurteilung ihres Arbeitsplatzes. Damit wird dokumentiert, welche Maßnahmen der Arbeitgeber ergreifen muss, um die Gesundheit zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um ergonomische Stühle, geeignete Wickeltische, gesundes Spielzeug und Lärmschutz, sondern auch um die Verringerung der psychischen Belastungen.


Ver.di Sekretär Jürgen Lauer erklärte, dass die Teilnehmer der Veranstaltung einmütig deutliche Kritik an der Verschiebung der Mindestverordnung zur Personalbemessung in den Kindergärten übten. Das Land Hessen hatte die neuen Standards zur Kindergartengruppengröße und die damit verbundene Personalausstattung Ende 2009 in Kraft treten lassen, die Umsetzung dann aber auf das Jahr 2012 verschoben. Der ver.di Sekretär sagte, dass die Rahmenbedingungen für Erzieherinnen besser werden müssten, damit der frühkindliche Bildungsauftrag erfüllt werden könne. Die Kommunen müssten erkennen, dass eine gute Kinderbetreuung eine gesellschaftlich notwendige Aufgabe sei und „die“ Investition in unsere Zukunft ist!